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Dienstag, 11. Dezember 2012

Die Plätzchenbackorgie

Liebe Naschkatzen und Naschkaterichse,

am Wochenende waren die Unikumsmutter und die Neffinnen hier in Klein Gallien. Wir wollten nicht nur einfach Plätzchen im Azvenz backen, na-hein, es sollte eine ausgeartete, anständige Backorgie werden. Und weil die Mamstmutter immer meint, das arme Kind - also ich - hätte ja NICHTS zu Essen im Haus, schleppte sie Tonnen von Backmaterial an, obwohl ich Tags zuvor ebensolches im Supermarkt erlegte und nach Hause schleppte und sowohl Kühlschrank als auch Vorratsschrank zu platzen drohten.

Nun denn, Plätzchen kann man ja nie genug haben und Heissluftofen-sei-Dank, ging das Backen auch relativ schnell.

Und so kneteteteteten und bukten wir, was das Zeug hielt und naschten davor ordentlich, schliesslich muss man ja auch probieren, ob das fabrizierte Zeug auch so lecker schmeckt, wie es aussieht, nech?!

Es könnte ja auch immerhin sein, dass dieses Teil schon gaaanz alt und schlecht wäre, also hab ich mich selbstlos geopfert und ein groooßes Stück probiert, man kann nie vorsichtig genug sein !!!

Und noch viel leichter geht die Arbeit, wenn man dazu das Küchenradio aufdreht und wir alle wie die Bekloppten dazu tanzen und im Takt wackeln ! Dies gehört unbedingt zu jedem Rezept dazu und ist in Klein Gallien ein heidnischer Brauch, der seit Jahrhunderten überliefert ist:

Irgendwie hat mich das aus dem Konzept äh aus dem Rezept gebracht, denn die Mengenangaben und Zutaten vermischten sich heimlich - wie soll man auch bei 7 Teigen die Übersicht behalten ?

Die fertigen Teige ruhten sich im Garten auf der Bank zum Auskühlen aus, während die fertigen Plätzchen auf den Blechen in der Scheune auskühlten. (Die Schoine ist im Winter eine Art riesiger Kühlschrankersatz.)

Wie gut, dass der Dukerich aufgepasst hat, denn schliesslich kamen dann doch um die 10 Bleche Plätzchen zusammen. Aber irgendwie sind die schon alle...äh...eimpfach verdunstet !!! So eine Umpfaschämtheit !

Und die Waage vom Bad ist auch eimpfach verschwunden........*kicher*

Ich muss fürs nächste Mal wirklich ein beständigeres Rezept suchen !

Es winkt die mampfende

Eve


PS: Und wer wissen mag, wie es derzeit bei uns ausschaut, der kann hier einen kleinen Spaziergang durchs winterliche Bamberg machen:
 

Dienstag, 25. September 2012

Live vom Krisenherd: Es herbstelt ...

Liebe Durchgefrorene,

isch liebe den Herbst ! Wenn man aber wie ich gerade aus dem Süden mit 35 Grad Hitze kommt, dann ist es Hierzulande doch ein wenig frisch....

Wenn da auch Schal, dicke Socken und Pulli nicht mehr helfen ist es Zeit für eine innere Aufwärmung in Form einer Kürbissuppe.

Man fange dazu zuerst einen freilaufenden Kürbis. Während man auf der Pirsch liegt, fange man mit der Kamera währendessen ein dazu farblich passendes Haus ein...(das Auge isst ja schliesslich mit, nech?!)


Die orangefarbenen Hokaidos sind derzeitig bei Dämmerung freilaufend anzutreffen und sehr schmackhaft.

Manchmal hat man unheimliches Glück und erwischt dieses possierliche Tierchen, den Butternut, der tatsächlich ein wenig nussig schmeckt. Da dieser aber etwas dickhäutig ist, muss man ihn schälen, während der asiatische Kollge samt Schale zubereitet werden kann.

Heute nahmte ich aus Faulheitsgründen den Asiaten samt Schale, beide sind in etwa in Hundsgröße.
Hier der Beweis:

Wenn man gerade keinen Welpen zum Maßnehmen zur Hand hat, geht alternativ auch ein Kürbis in Duke-Hundegröße, allerdings ist die Suppe dann für eine 15 köpfige Familie ausreichend, für ca. 3 Wochen........

Ich schweiße ab.........

Äh, man schlachte also einen Kürbis inwelcherauchimmerHundegröße und gönne ihm mitsamt Lauch, Sellerie, einer angerösteten Zweibelhälfte, 2 feingehackte Knobizehen, Salz, Peffer und Wasser ein ausgiebiges Bad.
(eher weniger Wasser dazugeben und dieses immer einreduzieren lassen und bei Bedarf nachkippen, so ergibt sich eine gute sämige Konsistenz und ein konzentrierterer Geschmack)

Nicht zu vergessen ist 1 bis 2 Möhrchen, die unbedingt vorher von einem sachkundigen Geschmacksexperten vorgekostet werden müssen:

Und nach ca. 20 Minuten des Badens mixe man mit dem Zauberstab alles klein und kippt Curry, Pfeffer, Soja Sauce und nach Geschmack Chilipulver rein und schmecke das Ganze nach Belieben ab.

Serviert wird das Aufwärmsüppchen mit einem guten Kürbisöl,

Lauchstreifen und einem Klecks Creme Fraiche in der Mitte, wer mag kann auch geröstete Kürbiskerne darüber streuen oder / und ein Stück Toast oder knuspriges Baguette dazureichen. Wenn aber Toast, dann geht hier nur einer in Herzchenform <3 und ein farblich passender Teller...

Wenn dann noch von der herzensguten Froindin ein Geburtstagspaket eintrudelt und ein besonders schönes, weil mit Liebe handgemachtes, Exemplar ins Haus kommt, dann erwärmt es mir das Herz dazu:

(Wer auch so ein Prachtexemplar möchte, kann Frau von Stil vertrauensvoll schreiben :-)

Und nicht vergessen: Danach hält man erst mal ein ausgiebiges Verdauungsschläfchen !

Guten Appetit wünscht Euch

Euer Maitre du Cuisine
Eve

PS: Der Gatterich meinte gerade, es wär heute so kalt, dass er im Hals bald eine gefährliche Vagina Pektoris bekäme....*Augenverdreh*






Montag, 30. Juli 2012

Sommer Schlemmereien

Liebe Naschkatzen,
zum kulinarischen Sommer habe ich etwas kreiert (das spricht man unbedingt krei-ert aus !) das ich gerne der Welt weitergeben möchte.
Eine herrliche Schlemmer Schweinerei, die nichts mit Horst zu tun hat,

sondern ein wahrer Hochgenuss für die Sinne ist und ganz einfach und schnell zuzubereiten ist.

Man nehme frische Heidelbeeren (oder sonstige Bären, die man so findet)
(die darf man auch ruhig selbst im Wald erboiten)

Diesen kleinen, winzigen, handlichen Eimer mit Vanillecreme vom A*ldi

und Plätzchen nach Belieben, ich nahm die fertigen American Cookies ebenfalls vom blauen A. Da sind nämlich kleine Schokostückchen drin *miam* (Alternativ gehen auch Löffelbiscuit oder Kuchenreste)

Dann nimmt man Schälchen oder lieber gleich eine richtig ordentlich-große Form und zerbröselt die Cookies darin als Boden.

Kippt die Vanille Creme darüber und garniert das Ganze mit frischen Beeren.

Mit ein paar Minuten Kühlschrank-Ruhe, erhält diese Panscherei eine feine Konsistenz und lässt die Cookies am Boden mit der Creme durchziehen.

Es schmeckt herrlich und erfrischend, genau das Richtige im Sommer und ist in nur 3 Minuten fertig ! Probiert es einmal aus und Ihr werdet süchtig danach.

Der Gatterich und ich könnten das wirklich täglich futtern und uns darin baden. Es ist sowas von legga, das es verboten gehört !

In Ermangelung von frischen Beeren mache ich das Ganze heute nun mit einer Beeren-Grütze Haube.

Einen genussreichen Tag wünscht Euch

Euere Eve


PS: für den kleinen Hunger zwischendurch hätte ich hier noch den passenden Mini-Grill gefunden:

Mittwoch, 29. Februar 2012

Live vom Krisenherd: Banitschki

Liebe Gourmets und Gourmetissinnen,

Sis is my 200.ter Post. Prost.
Zur Feier des Tages backe ich Euch etwas anderes als ne Torte. Hoite möchte ich Euch in die hohe Backkunst meiner Ahnen einweihen, ein schnelles und ein wenig anderes Dessert. Man kann das aber auch als "Antipasti" reichen. Es ist sehr einfach nachzubauen und so lecker, das ich man gar nicht aufhören kann, zu futtern, bis alles ratzeputz vertilgt ist.

Banitschki ! Eigentlich kommt das von der großen Mutter Baniza, da macht man eine ganze Tonne davon im Kreis zu einer Schnecke gedreht, aber wir machen heute die Kinderversion, deshalb auch Banitschki, das eben die Verkleinerungsform ist.

Man nehme eine fertige Rolle kalten Blätterteig und schneide ihn in 8 gleiche Rechtecke. Dazu brauchst Du kein Lineal.

Dann zerdrückst Du mit der Gabel ca. 200 Gramm Schafskäse (der echte schmeckt am besten, zur Not geht auch Kuhfeta) und vermischt ihn mit 2 mittelgroßen Eiern.

Mit einem kleinen Löffel (hilfsweise geht auch die Gabel von eben, damit es weniger zum Abspülen gibt) legt man nun die gemischte Mischung im ersten Drittel eines Rechteckes ab. Ca. ein bis zwei Teelöffel voll (da tut man sich nun doch leichter, wenn man vorher doch einen Löffel nimmt, aber ich schweife ab)

Also jedenfalls soll ringsum genug Teig-Platz bleiben, damit das Zeug nicht beim Backen herausquillt. Dann klappt man die Ecken der Teigrechtecke zusammen und drückt sie ringsum mit der Rückseite der Gabel äh, des Löffels, was auch immer dazu in greifbarer Nähe ist, ordentlich fest.

Wichtig: Der Teig darf nicht eingerollt werden, sondern nur aufeinander geklappt, damit er beim Backen schön aufgeht.

Mit dem restlichen Käse-Eier-Pampf bestreicht man die Oberseiten der Teigtaschen und streut je nach Vorliebe Sesam oder Mohn darauf.

Auf mittlerer Schiene ab innen Ofen und dort je nach Ober-Unter-Umluft-Altweiberhitze ca. 15 bis 20 Minuten bei ca. 200 Grad goldbraun backen. Lauwarm servieren und geniessen. Miam.

Die Dinger schmecken auch kalt sehr gut, so dass man auch gleich 3 Bleche davon machen sollte und man reicht dazu Naturjogurth (der mit 3,5 % Fett schmeckt am Besten) oder einfach Blancko geniessen. Da man das sehr gut am Vortag vorbereiten kann, sind Banitschki auch eine sehr gute Idee für Parties.


Oder aber man feiert die Parties WEIL man sowas Leckeres gebacken hat :-)

Bon appettit !

Eve

Und zur Feier des Tages spendiere ich Euch Konfettis zum Selba Basteln:
aus postkartenparadies.de

Freitag, 17. Dezember 2010

Hört Ihr Loit und lasst Euch sagen, es duftet hier nach Schnapstagen

Grüß Gott, liebe Weihnachtsmufflons und Weihnachtslieber und -lieberinnen,

Die Geschenke für Froinde sind fertich. Das Ganze sieht dann so aus:

Wie gut, dass Duki nochmal nachschaut, ob ich auch nix vergessen habe. Passt ?
Passt. Prima, darum hab ich sie hoite auf die Reise geschickt.
Für die Familie will ich aber gerne was Selbstgebautes dazuschenken, was dieses Jahr schwer ist, weil ich aufgrund verunfalltem Rücken und Hüfte überhaupt nicht viel basteln kann.

Wer aber dennoch nicht auf etwas persönlich Selbstgemachtes beim Verschenken verzichten will, der kann Folgendes nachbauen:

Beschwippstes Glühweingelee mit ordentlich Bumms a la Unikum

und das geht so:

Man nehme 3 Liter guten Rotwein und Glühweingewürze oder gleich guten Glühwein, der vom Nämbercher Christkindlesmarkt zum Beispiel, denn an Jamaika Rum mit ordentlich Umdrehungen dazu (das merkt Ihr daran, dass es im Hirn kribbelt, sobald Ihr von der Suppenkelle einen tiefen Schluck nehmt) ich hab jetzt mal 150 ml dazugekippt, also das war der Rest, der dann noch da war.... Dazu dann 600 g braunen Rohrzucker aus Mauritius, ich denke, es geht auch a deutscher, aber das muss man wohl ausprobieren und es ist halt dann nicht so exotisch :-) Sprachbarrieren gibt es nicht, weil man dem ja nix erzählen muss.

Und denn gebe man des alles in nen gaanz großen Pott und kippt dazu noch 300 ml Multivitaminsaft, den Saft einer Orange und einer Zitrone, dazu die Schale einer unbehandelten Zitrone reinreiben (vorzugsweise nimmt man auch den Saft einer unbehandelten Zitrone, dann spart man sich eine ganze Zitrone und tut nicht eine ausquetschen und die andere nackich reiben, aber wenn, dann sollte man erst reiben und dann quetschen, weil umgekehrt ist arg umständlich) wo war ich jetzt ? Aso:
3 Packungen Vanillezucker dazu und 2 Tüten Gelfix 2:1. Des Ganze dann zum Sprudeln bringen, aber aufpassen, dass es nicht überquillt, weil das ne elende Sauerei ist, und 3-4 Minuten sprudelns köcheln lassen.
Dann gibt man auf einen Unterteller (macherorts auch Untertasse genannt) einen Klecks davon und lässt es abkühlen und kippt es dann zur Seite. Mit der Gelierprobe guggst Du, ob es fest wird. Wenn nicht, dann noch ein wenig weiterkochen oder am Zucker manipulieren, bis es passt.

Und dann kippt man alles ordentlich mit ner Suppenkelle in vorher heiss ausgespülte Gläser, verschiesst die sofort und stellt sie aufm Kopf. Also die Gläser.


Warum ich das mitten inner Nacht gemacht habe ? Na weil hier die ganze Bude stinkt wie am Glühweinstand und ich das früh nicht ertragen würde. Außerdem muss ich ja ordentlich probieren, was ich da fabriziert habe.
Und wenn ich dann nicht mehr so besoffen vom Probieren und den Dämpfen bin, dann bau ich morgen schöne Etiketten dazu und Häubchen für den Deckel, weil soll ja verschenkt werden.

Ich glaube, der Rum war schlecht......... Kann mal jemand Lüften ?

Drum geh ich jetzt lieber Karussell fahren, äh, ich mein, ins Bett :-)

Gute Nacht liebe Froinde des guten Geschmacks :-)

Euere Eve

Dienstag, 18. Mai 2010

Live vom Krisenherd für Vegetarier

Liebe Kochfans und -fanninen,

im Unikumshaus gabs neulich was mit ohne totes Tier, muss ja nich immer Fleisch sein und darum gabs was auf die Schnelle, nämlich Nudeln in Gor-gonzola-Sauce. (Mit Betonung auf das zweite "o")

Da ich schon mal keinen Gorgónzola da hatte (fängt ja schon gut an) nahmte ich stattdessen Dänischen Weichkäse mit Blauschimmel (hört sich ekelig an, ist es auch, schmeckt aber genau so) (wie Gorgónzolla mein ich)

So, erst mal Zwiebeln anschwitzen, dann mit sauerer Sahne und Wasser aufgiessen.
Saure Sahne sieht auch schön ekelig aus, wenn man sie aufrührt, ABER sie ist viiiiel fettfreier als Sahne, und damit auch für die leichte Diätkost geeignet, hier der Beweis:

Saure Sahne


Sahne ohne sauer ->>> ERHEBLICH mehr Fett !

Da wir ja genug der Sauce herstellen wollen, muss es schon ein ordentlicher Schuss sein, den wir jetzt hinzufügen. Mist, hab nur einen davon, der Unikumsgatterich wird sich doch wohl nicht den zweiten ans Bein geschmiert haben ?.....

Wie gut, dass da zufällig eine Alternative faul rumsteht, also zur Not geht Sahne auch ! Rein damit :-)
(Den Mehrfettgehalt der Sahne rechtfertigen wir durch die Fetteinsparung bei der saueren Sahne, es ist also kein schlechtes Gewissen nötig !)

Denn müssen da noch Salz, Pfeffer und Kräuters rein, ich bin ja ein Thymian Fanatiker, daher das Zeug rein und Petersilie auch,
Hab ja erst neulich einen äußerst professionellen Kräutergarten angelegt, Ihr wisst schon hier:

Die ganze Saucen-Chose schön einreduzieren lassen (sieht aus wie schon einmal rückwärts gegessen...) Wo kommt den plötzlich das ganze Fett her ????

Denn noch Nudeln kochen, Sauce drüberkippen, feddich.
Wichtich ist, dass man einen großen Napf statt eines Tellers verwendet, damit man mehr davon draufbekommt.

Die Mehrmenge ist aus diättechnischer Sicht empfehlenswert, weil wir ja vorher schon die fettarme Saure Sahne verwendet haben.

Ich futtere dazu heute einen Eisberg Radieschen Salat, über den ich nur einen Schuß weißen Balsamico Essig, ein gutes Kürbisöl, Fleu De Sel und Pfeffer gebe.

Bon appetit
Mâitre Eve

Dienstag, 9. März 2010

Krisenherd Nachtrag

Werte Linienbewusste und Linienbusse,

heute wollen wir in Eves Kochstudio nur eine vegetarische und leichte Küche propagieren, denn der Frühling naht, zögerlich, doch unausweichlich und wenn die Tage länger, aber die Röcke kürzer werden, dann sollten wir doch etwas auf unsere Linie achten. Darum ist es unabwendbar, die Carolinen zu zählen.

Deswegen gab es im unikumatösen Haushalt heute nur einen leichten Gurkensalat, (den man bei Resten übrigens hervorragend auf die geschwollenen Hühneraugen legen kann)
Ich schneide ihn immer in etwas dickere Scheiben, da ich diese labberigen Hobelgurken zu lätschig finde und gerne merke, dass ich auf frischen Gurken kaue)

Dazu kommt dann noch weisser Balsamico Essig und Fleur de Sel, wie ich ihn bei allen Salaten immer verwende, denn es schmeckt wirklich feiner und aromatischer, frische Kräuter und wenn man am nächsten Tag einen wichtigen Termin hat, dann unbedingt noch frischen Knoblauch dazu.........
Irgendwie ein wenig mickrig, das. Findet Ihr nicht ?

Dazu reicht man dann ein leichtes Schäuferla.....

Und damit erfülle ich mein Versprechen, das Foto davon nachzureichen, sobald in Klein Gallien wieder welche nachgezüchtet wurden. Die weltberühmten Kleingallischen Schäuferlaschweinderl liefern aus der Schulter dieses Diätstück, dessen Knochen wie eine Schaufel aussieht und daher der Name. (ich behaupte ja, das kommt daher, weil man das so in sich hineinschaufelt, aber es hat ja jeder andere Tischgewohnheiten...)
Das Rezept dazu hatte ich neulich schon veröffentlich unter "Live vom Krisenherd, Fränkisch-Kulinarisches zum Wochenende".

Und hier speziell für Anke ein kleiner Gruß aus der Heimat ;-) So sieht das Teil fertig und am Stück aus, mit dieser Karoartig eingeritzten und sehr leckeren, knusprigen Schwarte.
Aber wie ihr seht, ist es eigentlich gar kein Schäuferla, sondern es ist eher eine....Schaufel :-)

So sieht es dann auf dem Teller aus.
Und wie es nachher auf der Waage ausssieht, will ich gar nicht wissen :-)
Carolinen zählen ist auch viel zu anstrengend :-)

Stattdessen ziehen wir lieber ein kleines Verdauungsschläfchen vor........
Ich wünsche Euch eine wundervolle Wochenmitte !
Eve

Freitag, 5. Februar 2010

Live vom Krisenherd - Fränkisch-Kulinarisches fürs Wochenende

Die Sau -

Eben noch im Wald, jetzt schon auf unserer Showbühne...........
Heute gibt es im unikumatösen Haushalt einen typisch Fränkischen Schweinebraten. Eigentlich hätte es ein Schäuferla werden sollen, das ist das Stück aus der Schulter mit Knochen, der wie eine Schaufel aussieht, deswegen Schäuferla (mit Verkleinerungsform), wobei die unterzeichnende Autorin eher die Version Schaufel (ohne Verkleinerung) bevorzugt)

So heute zeig ich Euch mal, wie Herr & Frau Unikum das machen.
Die Sau haben wir ja schon vorher auf der Pirsch erlegt. Dann nimmt man ein ordentliches Stück aus dem Rücken, dem Nackend oder Schulter, für eine Person reichen 1 kg wie hier gerade schön aus.
Beim Schäuferla wär auch noch die Fett-Schwarte vorhanden, die mit einem Messer in Rauten eingeritzt wird, damit das Fett schön knusprig wird. Das zeige ich Euch, wenn es wieder welche in freier Wildbahn gibt.

Aber da wir ein wenig auf unsere Linie achten wollen, gibt es heute nur diesen
Diät-Schweinebraten. Den brät man jetzt inner Pfanne von allen Seiten (auch den 4 seitlichen Seiten) mit Öl kräftig an. Dann schmeisst man Zwiebeln, Karotten (hier heissen sie gelba Rübn) (Möhrchen), Sellerie und Lauch dazu und brutzelt das so lange mit, bis man Schillers Glocke aufgesagt hat, denn wir sind ja ein intellektuelles Kochstudio.

Die unikumatöse Version davon geht so:
Loch in die Erde- Glocke rin, Glocke hoch - bim bim bim.
(Weil das ein wenig ZU kurz wäre, bitte insgesamt, 5,27 Mal aufsagen.)
Den albernen Petersilienstengel hat Herr Unikum zwecks der Optik beigefügt, der ist aber völlig ohne jede Funktion. (Also der Stengel)
Dann gebe man Salz, Pfeffer dazu, auch von allen Seiten und die Sau darf dann in die Bratenform umziehen und wird im Ofen bei 160 Grad Umluft im Schatten für gesamt ca. 2 Stunden weiter bei Laune gehalten.

Wir begeben uns wieder in die obere Etage zur Pfanne und fügen einen Klecks Tomatenmark zum Gemüse, damit es sich nicht mehr so einsam vorkommt.
Dann gibt man einen Spruz gutes Bier dazu, das qualmt dann ordentlich, ungefähr so:
Und sobald man die Pfanne wieder erkennen kann, kippt man Wasser darüber, bis alles Gemüse sein Seepferdchen bestehen kann. 

Dann erfolgt die Wiedervereinigung und es wächst zusammen, was zusammen gehört: Man kippt die ganze Soßen-Chause auch zur Sau in die Bratenform und schiebt alle zusammen in die Sauna der unteren Etage.
Damit die Sau ihr seine zarte Haut nicht verbrennt, empfehle ich statt Lichtschutzfaktor 3.000 lieber eine schicke Decke aus Alufolie, denn die kann jetzt schon ein Weilchen da im Ofen brutzeln. Wenn man die Schäuferla Variante macht, dann braucht man die Aludecke nicht, denn dann schützt die Fettschwarte die zarte Haut.
Während dessen kann man wunderbar seine Möbel streichen oder neue Gedichte auswendig lernen, aber ab und zu sollte man schon nach der Sau sehen, ob sie einen neuen Sauna Aufguss braucht. Denn sonst würde das Gemüse sehr aufdringlich werden und an der Sau kleben.

Zum Schluss trennt man Sau und Gemüse schon wieder, um das Gemüse durch ein Sieb zu passieren und damit eine Sauce zu zaubern. Wem es sämiger besser gefällt, darf gerne ein wenig Kartoffelstärke mit warmen Wasser anrühren und in die Sauce rühren. Nochmals einreduzieren lassen und fertig ist das.

Es gibt wunderbar fertigen Klosteig, daraus dreht man sich Knödel, und lässt sie im siedenden (nicht mehr blubbernden) Salz-Wasser schwimmen bis die zeigen, dass sie raus möchten, indem sie oben schwimmen.

Bei uns in Franken ißt man Wirsing (frk: Wärsching) im Winter dazu, der wird einfach gewaschen und in Streifen geschnibbelt und mit etwas Speck und Zwiebeln angebraten.
Salz, Pfeffer und einen Hauch Muskat steht ihm gut, und schliesslich zur besseren Verdauung gebe man noch ein ordentliches Stück Butter dazu.
Das Ganze mit etwas Brühe übergießen und kochen lassen, wer nach Weightwatchers zählt, braucht noch einen ordentlichen Schuss Sahne im Topf. Wer die Trennkost Diät bevorzugt, kann den Wirsing auf einem Schüsselchen getrennt von dem Braten servieren.


Dazu reiche man ein kräftiges Bier und als Nachtisch passt ein leichter Germknödel mit Butter-Mohn-Sauce hervorragend.

Ich bin selbst ganz begeistert von dieser gesunden Diät !!

Von Tischreservierungen bitten wir abzusehen, da wir bis ins Jahr 17 A.U. ausgebucht sind und die Sau eh schon alleine aufgefuttert haben :-)

Mahlzeit  & Prost !

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